DMSKW ist eine reine Beobachtungsstudie und beeinflusst nicht die Therapie, die Ihr behandelnder Arzt verordnet.

Das Register besteht schon seit 2006 und wurde von PD Dr. Kerstin Hellwig, Oberärztin am St. Josef Hospital in Bochum (Dir. Prof. Dr. Ralf Gold) gegründet. Die Teilnehmer werden über die Deutsche Multiple Sklerose-Gesellschaft (DMSG), als auch über unsere eigene neuroimmunologische Ambulanz, und durch zuweisende Kollegen bundesweit und z. Teil auch im deutschsprachigen Ausland rekrutiert. Bislang wurden ungefähr 1000 Schwangerschaften von Frauen mit MS in der Datenbank dokumentiert, in den letzten 3 Jahren davon 40-60/Jahr prospektiv.

Das Ziel des Projektes besteht in der Sammlung von Daten hinsichtlich des MS Verlaufs, Auswirkungen immunmodulaotrischer Therapien auf die Schwangerschaft, Risikofaktoren für Schübe nach der Geburt, ggf. „schützende“ Faktoren zur Schubreduktion nach der Geburt.

In Teilprojekten z.B. –unerfüllter Kinderwunsch- und MS sollen Daten von Frauen mit MS und unerfülltem Kinderwunsch gesammelt werden. Ziel ist es auch hier besser zu verstehen, warum unter Hormonstimulationsbehandlungen Schübe auftreten können und ob es auch hier „schützende“ Einflüsse begleitender Therapien geben kann.

Die für das Register benötigten Informationen gehen nicht über das hinaus, was routinemäßig während einer Schwangerschaft erfaßt wird, und es sind keine zusätzlichen Untersuchungen oder Vorstellungstermine notwendig. Das Register ist deutschlandweit angelegt.

Unabhängig von der Teilnahme an dem Register kann ein Termin in unserer Speziellen MS und Kinderwunschsprechstunde unter 0234 / 509 24 20 vereinbart werden.

Alle Frauen mit MS, die aktuell schwanger sind oder kurzfristig eine mögliche Schwangerschaft planen können am besten per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt aufnehmen. Eine Kollegin oder ich werden Sie dann zu einem kurzen Telefoninterview anrufen, und uns in jedem Drittel der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes bei Ihnen melden.

Mittels eines Fragebogens führen wir ein kurzes Telefoninterview durch, diese Daten werden dann pseudonymisiert ausgewertet, dh. Ihr Name  wird durch eine Zahlenkombination ersetzt und erscheint weder in Publikationen noch in der Zusammenarbeit mit Anderen zu der statistischen Auswertung der Daten.

Das Ziel dieser Untersuchung ist die Erstellung eines bundesweiten MS und Kinderwunschregisters.

Das DMSKW wird von Bayer Healthcare, Biogen Idec, Merck-Serono, Novartis Pharma, Teva Pharma und Genzyme unterstützt. Durch die Unterstützung wird keine Einflußnahme auf die Datenerhebung erwirkt. Die Arbeit des Registers, welches sehr groß geworden ist, ist nur durch diese Unterstüzung möglich.