Obwohl Teriflunomid in Tierversuchen fruchtschädigend  war, wurde bislang keine Fehlbildung bei wenigen ausgetragenen Schwangerschaften von Frauen mit MS beobachtet. Ob ein teratogenes Risiko besteht und wie hoch es ist, kann abschließend noch nicht beurteilt werden.

Unter der Therapie sind effektive Verhütungsmaßnahmen notwendig.

Frauen, die schwanger werden möchten, sollten Teriflunomid absetzten. Außerdem ist zu empfehlen, ein Verfahren zur beschleunigten Elimination durchzuführen, um schneller einen Plasmaspiegel unter 0,02 mg/l zu erreichen. Wenn kein Verfahren zur beschleunigten Elimination angewendet wird, ist zu erwarten, dass es durchschnittlich 8 Monate dauert, bis Spiegel von unter 0,02 mg/l erreicht werden. Allerdings kann es bei einigen Patienten bis zu 2 Jahre dauern, bis Plasmakonzentrationen unter 0,02 mg/l erreicht werden. Daher sollten die Plasmaspiegel von Teriflunomid gemessen werden, bevor eine Frau versucht schwanger zu werden. Wenn festgestellt wurde, dass eine Plasmakonzentration von unter 0,02 mg/l erreicht wurde, muss die Plasmakonzentration nach einem Zeitraum von mindestens 14 Tagen erneut gemessen werden. Wenn die Plasmakonzentrationen bei beiden Messungen unter 0,02 mg/l liegen, ist kein Risiko für den Fötus zu erwarten.

Tritt eine Schwangerschaft dennoch unter Teriflunomid auf, ist ebenso eine beschleunigte Eilimination durchzuführen.

Das Risiko einer über den Mann vermittelten embryofetalen Toxizität aufgrund der Teriflunomidbehandlung gilt als niedrig. Die geschätzte Plasmaexposition der Frau über das Sperma eines behandelten Patienten ist schätzungsweise 100-mal niedriger als die Plasmaexposition nach einer oralen Dosis von 14 mg Teriflunomid.

Unter Teriflunomid darf nicht gestillt werden, da es sich um ein kleines Molekül mit hoher oraler Bioverfügbarkeit handelt.

Tritt unter Teriflunomid eine Schwangerschaft auf, werden diese wichtigen Daten in einem weltweiten zentralen firmeneigenen Schwangerschaftsregister und im DMSKW gesammelt. Auch die Daten für das firmeneigene Register werden in Deutschland zentral über Frau PD Dr. Hellwig/Universitätsklinik St. Josef Hospital (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!") erfasst.