Natalizumab sollte maximal mit dem Versuch schwanger zu werden abgesetzt werden.

Unter Risiko-Nutzen-Abwägung kann die Therapie bis zum Eintritt der Schwangerschaft fortgeführt werden. Frauen, die unter Natalizumab schwanger geworden sind, erleiden weniger Schübe im ersten Drittel.

In Einzelfällen kann entschieden werden, ob die Gabe von Natalizumab in der Schwangerschaft weitergeführt wird. 

Männer müssen Natalizumab vor einer geplanten Zeugung nicht absetzen.

Natalizumab ist in deutlich geringerer Konzentration als im Serum in der Muttermilch nachweisbar. Die orale Bioverfügbarkeit der Substanz ist wahrscheinlich gering, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Natalizumab im Magen-Darm-Trakt des Kindes aufgenommen werden kann. Erfahrungen zu gestillten Säuglingen unter Therapie liegen unseres Wissens nach nicht vor.