Daten zur Sicherheit existieren aus dem firmeneigenen Schwangerschaftsregister (ca. 270) und unserem Deutschen MS und Schwangerschaftsregister (ca. 100) ohne Hinweise für eine erhöhte Fehlgeburtenrate, noch ein erkennbares spezifisches Fehlbildungsmuster8. Italienische Kollegen fanden eventuell eine gering erhöhten Spontanabortrate, ohen Erhöhung der Fehlbildungsrate.

Auf Grund der noch zu kleinen Fallzahl ist die Datenlage jedoch nicht ausreichend um ein Risiko auszuschließen.

Durch die Molekülgröße des Medikaments (Antikörper sind große Moleküle) ist der Übertritt über die Plazenta zu Beginn der Schwangerschaft sehr gering. Mehr Schübe treten im ersten Drittel der Schwangerschaft auf, wenn das Medikament schon vor Feststellen der Schwangerschaft abgesetzt wird.

In der Regel empfehlen wir über das zeitliche Interval des Absetztens individuell zu entscheiden, da es 4-6 Monate nach dem Absetzten von Tysabri zu einem Anstieg der Krankheitsaktivität kommen kann9,10 .

Auch die weitere Gabe von Natalizumab nach Feststellen der Schwangerschaft ist möglich. Dann sollte die Geburt in jedem Fall in einem Krankenhaus mit angeschlossener Kinderklinik erfolgen und dem Kind aus der Nabelschnur Blut abgenommen werden.