Tierversuche geben keinen Hinweis auf fruchtschädigende Risiken. Ein verringertes Gewicht der Jungtiere bei Geburt bzw. Verknöcherunsstörungen traten nur in höheren Dosierungen, die auch für das Muttertier toxisch waren, auf. Ein erhöhtes Fehlgeburtenrisiko bei Kaninchen ist für die 16-fach höhere Dosis als beim Menschen beschrieben.

Nahezu 200 Schwangerschaften unter Tecfidera® oder Fumaderm® dokumentierten kein erhöhtes Fehlgeburts-oder Fehlbildungsrisiko.

Eine Interaktion mit oralen Kontrazeptiva (der "Pille")  besteht nicht. Allerdings sollte bei Diarrhoen als Nebenwirkung der Therapie auf eine verminderte oder aufgehobene Wirksamkeit der Pille hingewiesen werden.

Dimethylfumarat sollte mit dem Versuch schwanger zu werden abgesetzt werden oder spätestens bei Vorliegen eines positiven Schwangerschaftstests.

Dimethylfumarat sollte nicht in der Schwangerschaft weitergeführt werden.

Männer müssen Dimethylfumarat vor einer geplanten Zeugung nicht absetzen.

Unter Dimethylfumarat sollte nicht gestillt werden, da es sich um ein kleines Molekül mit guter oraler Bioverfügbarkeit handelt.

Tritt unter Tecfidera eine Schwangerschaft auf, werden diese wichtigen Daten in einem weltweiten zentralen firmeneigenen Schwangerschaftsregister und im DMSKW gesammelt. Auch die Daten für das firmeneigene Register werden in Deutschland zentral über Frau PD Dr. Hellwig/Universitätsklinik St. Josef Hospital (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) erfasst.