Interferon-beta ist nach jetzigem Wissensstand nicht fruchtschädigend, was bedeutet, dass die Fehlbildungsrate durch eine Einnahme in der Schwangerschaft nicht negativ beeinflußt wird.

Neueren Studien zufolge ist auch die Fehlgeburtenrate beim Menschen nicht beeinflußt, obwohl dies als mögliches Risiko in der Gebrauchsinformation erwähnt wird. Diese Daten kommen jedoch aus frühen Tierversuchen. In einer neuen Untersuchung konnten wir zeigen, dass das Geburtsgewicht von Neugeborenen, deren Mütter erst mit dem positiven Schwangerschaftstest die Interferonmedikation abgesetzt haben, nicht niedriger war als das von Neugeborenen, deren Mütter nicht unter MS Medikation schwanger geworden waren (LIT).

Die Interferonmedikation sollte mit positivem Schwangerschaftstest abgesetzt werden. In Einzelfällen kann auch überlegt werden, die Medikation in der Schwangerschaft weiterzuführen.

Bitte besprechen Sie sich in jedem Fall mit Ihrem behandelndem Neurologen.