Alemtuzumab kann als monoklonaler Antikörper im Verlauf der Schwangerschaft die Plazentaschranke passieren, wobei der aktive Transport über die Plazentaschranke im Verlauf der Schwangerschaft zunimmt.  Daher sollte zu Beginn einer Alemtuzumabbehandlung ein negativer Schwangerschaftstest vorliegen.

Vier Monate nach einer Behandlung mit Alemtuzumab sollte man nicht schwanger werden. Die Substanz ist allerdings nach 30 Tagen nicht mehr nachweisbar.

Zur besseren Beurteilung des Therapieeffektes sollten beide Therapiezyklen abgeschlossen sein, bevor eine Schwangerschaft geplant wird. Allerdings verliefen die uns bekannten Schwangerschaften, die nach dem ersten Zyklus auftraten bislang komplikations- und auch schubfrei.

200 Schwangerschaften bei Frauen mit MS, die vorher mit Alemtuzumab behandelt wurden,  zeigten bislang einen normalen Verlauf. Nur 8 dieser Schwangerschaften waren allerdings in den ersten 4 Monaten aufgetreten.

Schon in der Planungsphase und dann auch während der Schwangerschaft muss die Funktion der Schilddrüse regelmäßig kontrolliert (alle 4 Wochen in der Schwangerschaft) werden. Schilddrüsenüber- und unterfuntkionen, die durch die Behandlung enstehen können, sollten gut eingestellt werden.

Tritt bis zu 4 Monate nach der letzten Alemtuzumabinfusion eine Schwangerschaft auf, werden diese wichtigen Daten in einem weltweiten zentralen firmeneigenen Schwangerschaftsregister und im DMSKW gesammelt. Auch die Daten für das firmeneigene Register werden in Deutschland zentral über Frau PD Dr. Hellwig/Universitätsklinik St. Josef Hospital (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!") erfasst.