Männer müssen die gängigen MS Medikamente vor einer geplanten Zeugung nicht absetzen.

Das Risiko einer über den Mann vermittelten embryofetalen Toxizität aufgrund der Teriflunomidbehandlung gilt als niedrig. Die geschätzte Plasmaexposition der Frau über das Sperma eines behandelten Patienten ist schätzungsweise 100-mal niedriger als die Plasmaexposition nach einer oralen Dosis von 14 mg Teriflunomid.

Eine Ausnahme stellt das Mitoxantron dar. Da es sich um ein Immunsuppressivum mit genotoxischem Potential handelt, wird MS Patienten beider Geschlechter empfohlen, die Therapie mindestens 6 Monate vor geplanter Schwangerschaft abzusetzen.

Männer sollten über die Möglichkeit der Kryokonservierung von Spermien vor der Behandlung mit Mitoxantron aufgeklärt werden (leider keine Kostenübernahme der Krankenversicherung; Jahreskosten liegen bei ca. 300 Euro/Jahr).